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PERSIS EISENBEIS

M a l e r e i - B e r l i n

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Der Tagesspiegel: Feuerstuhl
von Christiane Meixner, 20.02.2010

Das Mädchen schlägt ein Ei auf, heraus fällt ein Küken und purzelt zwischen das übrige Federvieh auf der Wiese. Eine Wand weiter fegt ein junger Mann Papageien zusammen, daneben läuft eine Ratte am Seil, während das Kind im Bild gymnastische Übungen macht. Die Verrichtungen sind alltäglich, die Situation ist es nicht, weshalb man die Gemälde von Persis Eisenbeis in der Galerie Tammen (Friedrichstraße 210, bis 6. März) ein zweites und drittes Mal anschaut. Die Künstlerin hat an der Berliner UdK bei Daniel Richter studiert, verzichtet für sich allerdings auf jene Schlieren oder verfremdenden Farbüberzüge, wie sie typisch für Richters Motive sind. Ihre Figuren stehlen sich aus der Realität, weil das Parkett unter ihnen zu kippen droht, die Räume bewusst surreal konstruiert und die Größenverhältnisse etwas zwischen dem winzigen Anzugmann und dem katzenhaften Mädchen auf einem Bild völlig unstimmig sind. Unverrückbar auf allen Formaten (1800-5800 Euro) behauptet sich das Interesse der Malerin an den Tapeten ihrer Innenräume: Deren Muster sind so fein und akkurat in beschwörender Wiederholung gemalt, dass man sich in ihnen zu verlieren droht.

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Lübecker Abendblatt, 2008

Hamburger Abendblatt: Galerie intern
von Evelyn Preuss, 23. April 2008

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Zwar hat Persis Eisenbeis an der Hochschule der Künste Berlin bei Daniel Richter studiert, aber ihre Bilder weisen mehr auf die Leipziger Schule und speziell auf deren Exponenten Neo Rauch hin. Die Ausrichtung auf Inhalte, auch die oft verschlüsselte und daher vieldeutige Art ihrer Darstellung teilt die in Berlin lebende Malerin mit den gegenwärtigen Stilführern. Jedoch nicht alle Gemälde von Persis Eisenbeis, die in der Galerie Rose (Großer Burstah 36, bis 3.5., Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr) ausgestellt sind, lassen den Betrachter im Ungewissen.